Ausflug zur Greifvogelstation

Die Arbeitsgruppe Rhein hat am 27. Juni eine Exkursion zur Greifvogelstation Berg am Irchel organisiert. Ein Rückblick in Wort und Bild.

Das Interesse an unserer Exkursion war gross, nahmen doch 37 Erwachsene und 8 Kinder daran teil. 6 Personen konnten gar nicht berücksichtigt werden.


Um 9 Uhr versammelten wir uns vor der Vogelstation und begaben uns in 4 Gruppen auf den Rundgang. Dazu gehörte der Besuch des "Spitals". Hier werden verletzte Greifvögel nach ihrer Operation in kleinen Boxen bis zu ihrer Genesung gepflegt. In einer grösseren Kammer, oft mit andern Patienten zusammen, verbleiben die Patienten, vielleicht mit einer
täglichen Physiotherapie. Einen scheuen Blick konnten wir in die "Kammer" eines Wanderfalken werfen, des schnellsten Tieres überhaupt, kann doch dieser kühne Jäger im Sturzflug bis 385 kmh erreichen, um mit einem heftigen "Box" mittels seiner Füsse sein Opfertier, vielleicht eine Taube, zu attackieren, um ihm am Boden den Nacken durchzubeissen.

 

Sind die die Patienten soweit genesen dürfen sie in die grosse Voliere
wechseln, wo sie ihre Muskeln mit fliegen trainieren, bis sie wieder in die Freiheit entlassen werden.


Es war faszinierend mucksmäuschenstill in diesem Flugraum zu stehen und den Milanen, Turmfalken oder Mäusebussarden bei ihren Flugkünsten zuschauen zu können.


Eulenvögel werden in einem separaten, dunkeln Flugraum gehalten, da sie ja als nachtaktive Vögel nur in der Dunkelheit trainieren.


Berg am Irchel ist weitherum gefragt, wenn es um die Behandlung von Greifvögeln geht. So "liefern" Privatpersonen, Vogelschutzorganisation oder das Tierspital verletzte oder ausgehungerte Vögel an. Knochenbrüche werden vor Ort gerichtet, schwierige Operation erfolgen am Tierspital. So wurden wir Zeuge, wie vier junge hungrige Schleiereulen, noch nicht ganz dem Kückenflaum entwachsen, eingeliefert wurden.


Im Frühjahr werden viele unterernährte Greifvögel in die Vogelstation gebracht, da die Altvögel auf den dicht bebauten Äckern nicht mehr genügend Mäuse fangen können und so ihren Nachwuchs vernachlässigen müssen. Eingelieferte Altvögel sind meist Unfallopfer des Verkehrs oder Opfer von für sie nicht erkennbarer Hindernisse wie grosse
Glasflächen.


Es war ein eindrückliches Erlebnis, unsere einheimischen Greifvögel so aus nächster Nähe bewundern zu können. Die Greifvogelstation macht immer wieder Führungen, die von allen Interessierten besucht
werden können.

(Text Walter Forrer, Bilder Matthias Heller)

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